Wir wünschen allen unseren Gönnern, Sponsoren und Fans
ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012
Weihnachtszeit
Weihnachtszeit - Zeit, Innezuhalten und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, das mit Höhen und Tiefen wie im Fluge verging.
Weihnachtszeit - Zeit, um nach vorn zu schauen, neue Ziele zu formulieren,
um sie voller Zuversicht zu realisieren.
Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit
Gesundheit und ein erfolgreiches neues Jahr 2012
Die Saison startete mit mehr PS, verbessertem Fahrwerk und einem Ausfall: Letzte WP Winnenden - nach einer "Kuppe Rechts 2" lag plötzlich Geröll, das Heck schwenkte großzugig aus und somit endete die erste Rallye 2011 mit einem Ausfall. Für den Beginn etwas ernüchternd für mich, doch mein tolles Team konnte nicht nur das Fahrzeug schnell wieder "heilen" sondern schafften es auch, mir Mut zuzusprechen und neu zu motivieren.
In Grabfeld hatte ich dann Zeit mich wieder an das Auto zu gewöhnen - erst etwas sensibel, dann wieder etwas härter. Ich weiss, dass ich es kann, da muss man aber trotzdem manchmal seinen "Angsthasen" überwinden. (5. Platz)
Dann mein großer Tag bei der Rallye Calw: Ich bekomme von meinem neuen Sponsor Torsten Barthelmes einen Satz neue Reifen UND die bringen mir den Rallyetag über sehr große freude - "mit 100 km/h in ´ne Links 3" lass ich mein CO freudig wissen. Ich traue mich richtig viel UND vor allem schnell - ich "fliege" das erste Mal bergauf über die Kuppen! WOW. Besonders beim Rundkurs kann ich wieder an meine Grenzen gehen. Neuer Eindruck: Die Konkurrenz beginnt sich für mich zu interessieren, was ich als positiv betrachte. (2. Platz)
Frankenland Rallye: Meine erste Rallye mit einem weiblichen Co, Anke Gläser, endet leider schon in der ersten WP mit einem technischen Defekt. Schade - denn hier hätte ich mich mal bei Matsch und Schnee austoben können.
Die Rallye Hollfeld (Fränkische Schweiz) war dann wieder was ganz anders. Lange und sehr anspruchsvolle WPs. Viel Schweiß und umso mehr Spaß! Starke Gegner und ungewohnte Terrain - ein super Tag, mit super Team endet mit dem 7. Platz.
Rallye Untergrönningen - Sprint: Schöner knackiger Rundkurs - lange Wartezeiten mit positivem Nebeneffekt: Endlich mal wieder Rallye schauen, obwohl man selbst als Fahrer dabei ist. Sogar die ganze Familie ist dabei - am Abend lässt mich hier meine Nichte (2,5 Jahre) wissen: " Wenn ich 18 bin, will ich auch Rallye fahren"
Was für ein passender Satz zu einer recht anspruchsvollen und lernreichen Rallyesaison.
Ich bedanke mich hiermit bei meinen Sponsoren, meinem wunderbaren Rallyeteam - v.a. bei meinem sehr geduldigen CO Arndt Komorek und selbstverständlich bei allen Freunden, Familie und Bekannten, die mich stets motivieren, begleiten und meine zeitliche Eingebundenheit im Bezug auf das Rallyefahren akzeptieren.
OHNE EUCH ALLE GEHT ES EINFACH NICHT!
Wenn ich erst gross bin ... !
Rallyesprint Untergröningen, Sulzbach-Kohlwald 29.10.2011
Das letzte Oktoberwochenende hatte uns noch einen schönen Herbsttag beschert. Nachdem sich der Nebel über der Ostalb verzogen hatte, konnten wir den Sprint mal aus der Nähe anschauen. Der Aufschrieb war gleich gemacht. Der Sprint war optimal als Fahrtraining.
Im 1.Umlauf sollte die Pilotin die Strecke erstmal unter Wettbewerbsbedingungen kennen lernen. Gesagt - getan. Im Abzweig bei der Ausfahrt bleibt die Fahrstufe mal weg. Die Pilotin ist etwas genervt.
Der Einstieg war sonst nicht schlecht
beim Anbremsen der Ausfahrt kommt das Wolfsburger Sportgerät so gehörig quer, dass der Abzweig schier nicht mehr zu packen scheint. Die Fahrerin ist da schnell genug im Kopf, dass sie sofort reagiert und den Rallye Polo in die Ausfahrt zwingt.
Es kostet ein paar Sekunden, aber es passt zu Nathalie, dass sie vom Sportgerät fordert: "Los - da lang!". Die langen Pausen geben uns die Möglichkeit, den anderen Teilnehmern auf der WP zu zu schauen. Auch Jürgen gibt uns Tip's über Fahrlinien und Gangwechsel.
Nathalie's Familie ist auch zum Zuschauen gekommen. Und die 3jährige Nichte Emma ist sich sicher: "Wenn ich erst gross bin, fahre ich auch Rallye!" Was für eine "außergewöhnlich" Familie! Aber, wenn es nicht so wäre, würde der Fahrer wohl keine Fahrerin sein.
Und es ist gut so - wie es ist
Im 2.Umlauf wird der Fahreindruck besser, auch wenn sich mehr Schotter ausfährt, Wir versuchen uns dem 100% Level zu nähern.
In der Pause nutzen wir wieder die Möglichkeit den Teilnehmern beim Rallyefahren zu zu schauen, auch Jürgen hat noch ein paar Tips.
Im 3. Umlauf waren wir noch mal 2 Sekunden schneller.
Selbst nach dem Ziel gehen wir noch auf die Strecke und schauen den Teilnehmern an relevanten Passagen zu.
Am Ende bleibt Platz 2 für uns. Als Training war der Rallyesprint Super
Der lädierte Motor von der Frankenland war gerichtet. Danke nochmal an die fleissigen Schrauber! So konnten wir am Freitag nach Hollfeld ausrücken. Wir konnten gleich noch abends die Abnahme absolvieren. Durch das anschließende verzehren der Hollfelder Spezialitäten kamen wir erst spät ins Hotel.
Mit den, ebenfalls zur Rallye angereisten, Thüringern leeren wir noch ein paar Bier. Aber mein Team überrascht mich auch noch mit einem selbst gebackenen Geburtstagsgeschenk. So kann das eben kommen, wenn der Pilot eine Pilotin ist.
Danke ans Team.
5 verschiedene WP's hatte der Veranstalter heraus gesucht. Beachtlich! 2x Abfahren war die Vorgabe - also Konzentration beim Aufschrieb. 4,5h Stunden waren wir zum Besichtigen unterwegs. Dann konnte es losgehen.
Die WP-1 läuft sehr sehr gut. Ich bin etwas überrascht von der forschen Gangart der Fahrerin. Auch wenn der Wagen mal etwas unruhig wird, hält die Lenkerin sofort dagegen.
Ich registriere befriedigt, dass Nathalie die Spur Brutalität aufbringt, die es braucht, um das Potential des Auto's zu nutzen - aber immer noch einschätzt: "Das waren vielleicht 90% Einsatz." Später hat sie Zeit einen Abschnitt auf Splitt zu probieren. Mich hatte das an Finnland erinnert: Breite leicht geschwungene Wege auf Splitt, aber ohne Sprünge. "Du wirst soviel Bewegung im Auto haben, wie du das noch nie erlebt hast - Sei vorsichtig!" war meine Ansage. Nathalie hatte gut zugehöhrt und war auf den Splitt-Passagen vorsichtig. Eine Überraschung erlebten wir dann bei der Anfahrt zur Schikane. In der "Links4" vor dem Hindernis hatte sich einer der Teilnehmer gedreht und eine Menge Schotter auf der Straße verteilt. Damit war der Grip überraschend weg und wir drehen uns auf die Schikane zu und müssen über die Böschung wieder auf die Fahrbahn zurück - wir lassen richtig Zeit liegen. WP 3 und 4 laufen super - der Schrieb passt gut, aber der Rhytmus könnte noch besser sein - eine Sache, die ich eher mir, als der Pilotin anlasste - da müssen wir uns noch besser abstimmen - eine Trainingsaufgabe für den Winter. Die Rallye endet in einer 8,8km langen WP. Wir absolvieren auch diese Aufgabe.
Ich mag das, wenn die Pilotin aus der letzten WP mit einem breiten Grinsen raus kommt. Weil: Dann haben wir das "gute Gefühl" als Ziel erreicht. Unsere Mitbewerber waren aber auch nicht langsam. Am Ende verpassen wir Platz 6 um 0,5 sek.
Es bleibt die Erkenntnis: Wir bewegen uns auf die Gegner in der Klasse H12 zu. Natürlich sind wir noch schwerer und mit weniger Leistung gesegnet. Aber die Richtung stimmt. Unser Fahreindruck wird besser! Nathalie nutzt den Polo immer besser aus - wir sind auf dem richtigen Weg.
Sauter / Gläser
Schon früh am Morgen, sammelte ich Anke am Treffpunkt, zur gemeinsamen Weiterfahrt, ein. Gleich stellten wir Sympathien der Musikwahl fest - nicht schlecht, gute Stimmung.
8 Uhr Ankunft im Rallyezentrum. Das Team, heute durch Jürgen und David vertreten, war auch schon im Anflug. Kurze Besprechung - ab zur Dokumentenabnahme. Anke erledigt alles souverän, lässt sich durch meine morgendliche Hyperaktivität nicht aus dem Konzept bringen.
Bleibender Eindruck: Als Damenteam passiert man die technische Abnahme ohne weiteres, kein Gefrage, alle lächeln und winken uns durch - so kann das also auch laufen
Das Abfahren + Aufschrieb liefen, nach kurzer Eingewöhnungszeit, gut. ("Kaffeeklatsch-Verbot im Cockpit" war unsere neue Regel)
Schon wärent dem Abfahren freute ich mich auf die sichtlich matschige "Angelegenheit".
Kurz vor Start nahm Jürgen unsere "Neue" noch kurz zur Seite. "Nathalie kann vor der Rallye recht aufgedreht und unkonzentriert sein, aber sobald am Start herunter gezählt wird, ist die voll fokusiert" lies er sie wissen. (Quelle: Anke Gläser)
So war es dann auch, in der Warteschlange wurden mit Körper und Stimme noch Triangeln nach geahnt, am Start "Stille" :)
Der Start war super, trotz schmierigen Strassenverhältnissen kam ich sehr gut weg.
merkte aber sofort, wie rutschig es dann doch war als wir die erste Rechts 2 erreichten - dann wieder Vollgas. Immer schneller - Kuppe - Bodenwellen - Links - Rechts. Es wurde immer rasanter. Wirklich beeindruckend: Sobald das Heck angefangen hat Links und Rechts zu. Pendeln versuchte ich neu gelerntes einzubringen und es half: Mehr Gas! :)
DOCH dann "Kuppe voll" - ein Schlag und da merkte ich schon, dass irgendwas nicht mehr richtig funktioniert.
Die nächste Rechts 2 bewies es dann, beim Beschleunigen zog der Motor nicht mehr, trotz pumpen mit dem Gaspedal, verloren wir immer wieder Leistung. kurz vor dem Ziel war dann das Ende- der Motor lief nicht mehr an.
Mein erster Ausfall wegen tech. Probleme.
Das Team, wie immer, ganz souverän wurde gleich der Fehler analysiert und der Rallyepolo wieder auf den Anhänger geladen
Mit einem Glas Sekt für den Teamgeist und neuen Plänen für die Motoroptimierung im Hinterkopf, endete dieser Tag.
Danke an mein Super Team, die freundliche Unterstützung von Torsten Barthelmes und ein besonderer Dank an die "neue" Dame im Cockpit - Anke Gläser. Das war nicht unsere letzte Rallye als TriangelDuo :-) Text: Nathalie Sauter
Voller Euphorie und Vorfreude auf die Frankenlandrallye 2011 machten sich Nathalie und ich um 6.00 Uhr auf den Weg nach Sindolsheim. Der Regen auf der Hinfahrt ließ uns schon vermuten, dass die Veranstaltung nicht im Trockenen stattfinden würde.
In Sindolsheim angekommen, haben wir uns mit dem Rest des Teams getroffen. Nach der gelungenen Papierabnahme ging es dann, nachdem Jürgen und David die Nummern auf dem Auto angebracht hatten, weiter zur technischen Abnahme.
Auch diese war ruckzuck vorbei. So ist das halt, wenn zwei Mädels vorfahren. ;-)
Nathalie und ich gingen ans Abfahren der WP´s. Auch dies klappte super. Nachdem der Regen nachgelassen hatte, waren wir voller Vorfreude auf den Start.
13.41 Uhr war es dann soweit, die Damen starteten planmäßig. An der ersten WP ging es dann nach halbstündiger Wartezeit endlich los. Der Start war einfach super und auch sonst klappte alles Bestens, bis Nathalie auf einmal sagte, dass irgendetwas mit dem Auto nicht stimmt.
Wir verloren wahnsinnig Leistung und 100 Meter vor dem Ziel war es dann ganz vorbei. Der Rallye Polo ging aus und lief auch nicht mehr an. Wir haben beschlossen, es nochmal als Damenteam auf einer der kommenden Veranstaltungen zu versuchen. Text: Anke Gläser
"Was geht?" Lässt Arndt Komorek schon Wochen vor der Frankenland Rallye anfragen "...ich werde dort als dein Co verhindert sein, also schauen wir, dass Ersatz da ist!"
Gesagt - getan. Rundmails und das öffentliche Internetnetzwerk wird genutzt - "Suche m/w Copilot für Frankenland Rallye, bevorzugt CopilotiIN"
Viele Antwort, viele nicht im Umkreis von 100 km - man sollte sich ja davor kurz "beschnuppern". Dann kommt die entscheidend Antwort: ANKE GLÄSER bietet sich an.
"Hey, die kenn ich doch noch von letztem Jahr" freu ich mich. Telefoniert, getroffen und "beschnuppert". Von beiden Seite relativ schnell klar: DAS GEHT!
Nun freuen wir uns gemeinsam, für mich das erste Mal mit weiblichem Co, auf die Frankenland - man darf gespannt sein:)
Schon die Nacht vor der Rallye Calw, träumte ich von der Rallye - Unglaubliche Wetterbedingungen - Schneematsch. Der Weckruf durch Jürgen Haug verwirrte mich dann noch mehr " guten Morgen, Rallye abgesagt, wegen Schneematsch:)" - "ok, das passt!" konterte ich.
Auf dem Weg zur Rallye fahren wir erst Mal noch einen kleinen Umweg, ( Umleitung ) kommen aber pünktlich an. Die Sonne beweist schon um 9 Uhr morgens ihre Stärke - das Schwitzen geht los.
Das Abfahren und der Aufschrieb laufen super - ich werde beim Benennen schneller, kann Umgebungsbeschaffenheiten besser einordnen. Fühlt sich gut an.
Die Rallye war, trotz der teilweise langen Wartezeiten vor den WPs, super. Ich hatte soviel Spass und konnte das Auto, auch dank der neuen Reifen, super handlen - konnte ganz neue Fahreindrücke sammeln und, dank der Wartezeiten, mich ausgiebig mit der "Konkurrenz" austauschen. Schneller und mehr Spass dabei - der Tag in Calw war wunderbar.
Wir kannten die WP's vom Vorjahr. Das Terrain war also bekannt. "Das wird dir Spass machen!" hatte ich der Pilotin angekündigt. Torsten Barthelmes von CPS hatte einen Satz Slicks spendiert und der sollte ordentlich zum Einsatz kommen.
Die Abnahme brachte Nörgelei an der Einbindung der Gurte, Chef-TK Decker macht zur Auflage, den Gurt bis zum Startpark richtig einzubinden, damit ist die Startfreigabe erteilt. Wir können erst spät in die Besichtigung starten. Die WP's sind bis 12:30 Uhr für ein 2maliges Abfahren offen.
"Mir ist schlecht und ich bin furchtbar aufgeregt!" lässt mich Nathalie vor dem Start wissen.
" Na dann ist ja alles in Ordnung!" entgegne ich, eher pragmatisch: "Lass uns Rallye fahren!"
Die vielen Bergaufpassagen zeigen den Leistungsüberschuss auf. Es gibt Passagen, da stimmt der Rhytmus einfach. Die Pilotin fährt ihre erste Klassenbestzeit. Unser Fahreindruck wird besser und besser. Es gibt eine Schlüsselstelle in der WP-2, da beweist die Pilotin richtig Mut: "150 Links5 Achtung 20 Rechts4 Plus bergauf" lese ich vor. Und verdammt, so fährt sie das auch!
Die Kuppen bergauf machen ihr riesigen Spass,
Der Stammheim Rundkurs war nach Nathalie's Geschmack - eine unglaubliche Heizerei ! Der neue Satz Slicks ging gerade hier wie die Sau. Aber in der Ausfahrt waren, trotz der extremen 29°C Aussentemperaturen noch ein paar nasse Stellen übrig geblieben. So kommt der Polo beim Anbremsen der Schikane richtig quer. "Rollt" hatten wir geschrieben und auch erwartet, aber nicht den Schlamm. Die Pilotin fängt den Wagen wieder ein und weiter geht's.
Am Ziel sprudelt es aus der Fahrerin heraus: "Das war so gut! Mit 100 in eine Rechts3, das ist genial! Oh ist das geil!" Ich mag sie nicht loben, aber ich geniesse es, festzustellen, dass das gute Gefühl da ist. Zur Halbzeit in Calw ist das ganze Team da und füllt unsere Wasservorräte wieder auf. Es ist so warm in der feuerfesten Unterwäsche und im Fahreranzug bei 29°C Aussentemperatur. Die Pilotin leidet noch mehr unter der Hitze, als ich.
Die 2. Runde mit der Durchfahrt "Station-Teinach" kommt uns besser vor, aber die WP Zeit ist identisch mit der ersten Durchfahrt. Die Fahrerin ist am Stop-Punkt euphorisch: " Das war ja so geil!
Auf der WP6 kann sich die Pilotin wieder richtig austoben, und sie tut es nach Kräften. Im Ziel kommt wieder die ganze Begeisterung raus. Es war auch das Ziel der Rallye
Am Ende bleibt Platz 2 in der H12 Unser Fahreindruck war o.k. Wir haben einen echten Fortschritt gemacht!
Bei schönstem Spätsommerwetter reisten wir in den Schwarzwald, um sich auf den Berg- und Talpisten zu messen. Temperaturen von über 30 Grad und 100 Prozent Asphalt kam der Gruppe-H Pilotin zu Gute, die Turbo-Allradfraktion hatte es unter diesen Bedingungen schwer
"Angasen und beeindrucken."
Viel Zeit und Möglichkeiten hat das junge Talent Nathalie Sauter dennoch nicht, um sich in der Szene einen Namen zu machen. Empfehlen wir deshalb, die "Alles-oder-Nichts-Karte" zu spielen:
Wir hatten uns auf unseren Saison-Höhepunkt gefreut: 3 Tages-Veranstaltung und bis zu 18 km lange WP’s, das war nach unserem Geschmack. Auch wenn wir mit dem kleinen Gruppe-H 1300er nicht so gut in das Divisions-Raster der DRM passten. Mit dem kleinsten Auto im Feld, waren Wunder nicht zu erwarten. Damit mussten wir auch keine Erwartungen erfüllen:
Eine ordentliche Vorstellung – das war die Vorgabe.
Die Abnahmen liefen ohne Probleme. Für die Besichtigung hatte der Veranstalter ein 2maliges Abfahren ausgeschrieben- sicher auch dem knappen Zeitplan geschuldet.
Die ganze Rallye war von der Reifenwahl bestimmt. So auch der Freitag. 4 Prüfungen waren zu bewältigen. Kurzfristig hatte die Rallyeleitung den Rundkurs zur Start-Ziel WP geschröpft – die Schotterpassagen waren durch den Regen fasst unpassierbar geworden. Uns kam das entgegen: Jürgen hatte sich im strömenden Regen in Ulm für den Slick entschieden.
Und die WP-1 ist so nass, dass es ein fahren wie auf „rohen Eiern“ ist. Aber es wird immer immer trockner. Der Slick kommt immer besser zum arbeiten und der Fahreindruck wird besser. Wir beenden Etappe-1 als schnellster 1300er
Auch der Samstag brachte wechselhaftes Wetter. Jürgen hatte den Regenreifen ausgesucht, denn es goss am Service in Strömen und die folgende „Schelklingen“-WP hatte haarige Bergab-Passagen im Wald. Es wurde aber, entgegen der Wetterprognose, immer trockener. Jürgen haderte mit der Reifenwahl.
Die „Laichingen-WP“ war zur Start-Ziel Prüfung verkürzt worden. Weiter in der „Berghülen-WP“: Auf den schnellen Passagen überhitzt der Regenreifen bei abtrocknender Piste und wir haben in Runde2 beim Anbremsen in einen Rechtsabzweig einen Dreher.
Jürgen hat viel Spass, bei der Heizerei in den sau ... schnellen Passagen in den WP’S in Schelklingen und Dornstadt – die Neuen Slicks und das Fahrwerk sind echt Super.
Wir lassen es in der letzten Dornstadt-WP etwas ruhiger angehen.
Unsere eingefahrener Platz scheint zementiert.
Unser Resumé war sehr gut ausgefallen. Der Fahreindruck war ständig besser geworden. Wir konnten die schnellen Passagen nutzen, weil unser Wagen länger übersetzt war, als die der Konkurrenten. Wir fahren ins Ziel als schnellster 1300er und auf dem 4 Platz in der Division 9
Ich danke allen,
die uns unterstützt haben: für's schrauben, für's "nicht im Weg sein", fürs Hänger und Zugfahrzeug besorgen, für's besuchen am Service, für's ein- und ausladen des Servicetransporters, für's mit uns fiebern,
einfach für's da sein!
ADAC-Rallye Baden-Württemberg könnte zum Reifen-Krimi werden
Der Countdown läuft: Vor dem Start der ADAC-Rallye-Baden-Württemberg läuft alles planmäßig - nur eines ist trotz akribischer Vorbereitung noch völlig offen: das Wetter. Glaubt man den Meteorologen, sollten wir besser auch den einen oder anderen Satz tiefer profilierte Pneus im Gepäck haben.
Es dürfte nämlich am Wochenende durchaus mal regnen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar. Und so spricht vieles dafür, dass die Rallye Baden Württemberg ein Reifen-Krimi wird. Denn gerade auf den pfeilschnellen Prüfungen geht bei Regen wenig ohne den rechten Gummi. Und ohne großes Herz ganz sicher auch nicht.
Wir gehen DM-Teilnehmer ärgern:
Nathalie Sauter, fährt auf den 5. Platz
.
Nur nix kaputt machen! Grabfeld-Rallye (02.07.2011)
Die Dokumentenabnahme hatten wir am Freitag bereits absolviert.
Jürgen und David hatten das Rallyeauto bis 21:00 Uhr in die nordwestliche Ecke Franken's gebracht. Nach dem Abendessen hatten wir beschlossen: Jürgen und David machen die techn.Abnahme am Samstag und wir gehen besichtigen. So waren wir ab 07:30 Uhr beim Besichtigen. Die 6 WP's aufzunehmen dauerte fast 6h. Aber ich hatte die Devise ausgegeben: Alle WP's 3mal abfahren. So waren wir 45min vor unserer Startzeit wieder im Rallyezentrum. Die Rallye lief bereits, aber mit Start-Nr. 152 begann unsere Rallye erst 2h13min nach dem 1.Starter.
Doch vor der WP-1 staute sich der Rallye-Tross, wir mussten etwa 30min auf unseren Start warten. In der WP waren einige Teilnehmer verunfallt, einer hatte sich sogar den Tank aufgerissen, so musste die Feuerwehr erstmall aufräumen.
Endlich konnten auch wir loslegen: Aber der Anfang war sehr schwer. Die Pilotin folgte dem Hinweis von Jürgen: "Mach nur nix kaputt! So lief der Anfang sehr "zähfliessend". Aber es half nichts, die Pilotin musste erst wieder Vertrauen in's Auto, in den Aufschrieb und in die Strecke fassen. Entsprechend waren die Zeiten. Jürgen hatte uns mal abgepasst und der Pilotin geraten: "Nur Mut! Versuch's ein bischen offensiver!". So etwa war auch mein Zuspruch. Aber die "Brechstange" half hier nichts - das muss erst wieder wachsen.
Die 1.WP wurde später als WP4 wiederholt. Immerhin war die Zeit 13sek schneller.
Nathalie kam immer besser zurecht. Der Fahreindruck wurde besser und auch der Spass kehrte wieder zurück. Unsere Gegner wurden aber auch schneller. Mit einem Rundkurs ging die Rallye zu Ende. 20:45Uhr war auch für uns die Rallye zu Ende. Wir hatten schon gefürchtet in die Dunkelheit zu geraten. Die Pilotin war glücklich, die Rallye ohne Blessuren bewältigt zu haben. Platz 5 in der Klasse H12
Die Computerauswertung hatte auch vor Augen geführt, dass wir das einzige Team aus Pilotin und Copilot waren. Warum eigentlich?
Wir werden in Calw weiter daran arbeiten, den Abstand in unserer Klasse zu verringern. Den Fahrspass haben wir schon wieder gefunden, die Zeiten werden sich dann auch bessern.
Die WP's glichen denen im Vorjahr.
Alles in allem nichts aufregendes, aber auch nicht zu unterschätzen. Allerdings hatte das Wetter einen Cocktail aus Schlamm, Nässe und auch trockenen Passagen angerichtet. Bei der Besichtigung kam sogar etwas Schneeregen dazu. In unserer elektronischen Welt hatte ich einen Wetterbericht dabei, der für den Nachmittag noch leichten Schneefall angekündigt hatte, Jonny hatte über sein Netzwerk leichten Regen vermeldet
Es war eine wirklich schwere Entscheidung, welche Reifen man wählt. Auch unter dem Ansatz: Wir müssen doch hier nicht pokern, wir wollen das Auto ausprobieren.
Also: Regenreifen.
Es kam wie es kommen musste. Es wurde von Minute zu Minute trockener.
Die Beiningen-WP gibt einen ersten Eindruck, wie schlammig es noch werden kann. Doch auch in der Steinenfeld-WP können wir uns vom mangelnden Gripp überzeugen. Die Passage lese ich: " Links5 Minus, Minus Links3 Graben, Links4 macht auf 40 Rechts2" Es braucht ewig, bis Jürgen den Polo vom finalen Richtungswechsel auf dem rutschigen Geläuf überzeugen kann.
Der Rundkurs Einsingen beschliesst die 1.Runde. Beim Anbremsen in den schnellen Passagen hadert der Fahrer mit der Reifenwahl. Es war immer trockener geworden und so schmierte der Regenreifen, gerade beim Anbremsen aus hohen Geschwindigkeiten, ordentlich. Es blieb ein Kampf mit den Bedingungen.
Runde 2:
Wie schon im letzten Jahr, hinterliess der Kreisel in Beiningen bei uns einen bleibenden Eindruck. Jürgen hatte die Anfahrt recht gut im Griff, aber in der Ausfahrt hatte die Handbremse blockiert und wir enden in einem Dreher. Die Sperre reisst das Auto wieder in die richtige Richtung, aber wir lassen einige Sekunden liegen.
Jürgen hatte immer versucht, die Rad-Fahrwerk Konfiguration voll auszunutzen, ohne das Auto zu überfahren. In der Steinenfeld - 4 WP hatte es beim Anbremsen eines Abzweiges nicht gereicht, und wir müssen durch den Acker. Die finale Einsingen-WP läuft problemlos.
Die Konfiguration des Auto's ist sehr gut, aber wir haben es immer noch mit sehr viel stärkeren Gegner zu tun. wir sind näher dran. Wir arbeiten, trotz Leistungsmangel, an der Augenhöhe unserer Gegner.
Platz 6 ist im Rahmen unserer Möglichkeiten.
Der Schritt vorwärts ist getan. Wie weit er geht, wird sich noch weisen.
Bilder: Sascha Dörrenbächer und Benni Sauter. Text: Arndt Komorek
Das Team um Stefan Bilger www.werbekommando.de beklebt den Polo GT
Am vergangenen Samstag unterzogen wir den für 2011 vorbereiteten Polo GT einem ersten Funktionstest! dabei wurde ein volles Getriebe Testprogramm, und unter anderem eine Asphalt-Fahrwerk Test und Einstellfahrten ohne Probleme abgespult.
Das Fahrzeug bewies auf Anhieb Zuverlässigkeit. Schon auf den ersten Kilometern wurde deutlich, dass die Sauter Entwicklungsschritte in die richtige Richtung gegangen sind. Der komplett überarbeitete Sauter-Motor und das neue Sauter-Motorprogramm zeigten viel Potential.
Wir sind bereit, für die neue Rallye Saison 2011!
Abschließend noch ein Großes Dankeschön an alle Helfer für die kurzfristige Unterstützung, und der Unbürograndischen Sperrung - Streckensicherung.
Dienstagmorgens um 08.30 Uhr wird der Polo GT auf den Henni Rollenprüfstand gefahren und festgezurrt. Der Motoreneinstellspezialist Bruce Henni überprüft den festgezurrten Polo und gibt die Freigabe für den Prüfstandlauf
Eine zeitaufwändige Arbeit beginnt bis alle Fahrzustände simuliert, Einspritzung und Zündung optimal auf den Motor abgestimmt sind.
Routiniert arbeiten David Sauter und Bruce Henni mit Laptop und ständigem Blick auf Datenmonitore. Immer wieder verändern sich die Werte und Einstellungen während die Lautstärke und die Drehzahlen ständig zunehmen.
Abschließend erfolgt eine Leistungsmessung die unbestechlich die wirkliche Motorleistung am Rad ermittelt.
Die anschließende Testfahrt treibt mir ein Grinsen ins Gesicht
Liebe Rallyesport Freunde,
das Arbeitsreiche Jahr 2010 geht nun für uns zu Ende. Ich möchten mich hier noch einmal bei allen unseren Sponsoren, Partnern, Gönnern, Freunden und Fans bedanken,
die uns in diesem Jahr unterstützt haben. Ein ganz großes DANKESCHÖN gilt natürlich dem gesamten Team, insbesondere Nino Lumetta, Jonathan Sauter, Nathalie Sauter, Arndt Komorek, David Sauter,
Andy Damang und Benjamin Sauter.
Sie alle haben mit ihrem Arbeitseinsatz am VW Polo GT Großartiges geleistet.
Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr.
Nächstes Jahr gibt es hier auf dieser Seite wieder Neues vom Rallyeteam.